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Deutschland: Leitmarkt für die Elektromobilität – Ausbau der nationalen Vorreiterposition mittels Normung und Standardisierung

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entschieden koordinierende Handlungen sowie geeignete Begleitmaßnahmen  zwischen DIN, DKE (VDE) und NAAutomobil (VDA) im Verbundprojekt ELSTA zu fördern.

Aktuelle Normungs- und Standardisierungsprojekte im Rahmen von ELSTA

Um Deutschland als Leitmarkt für die Elektromobilität zu etablieren, sollen im Rahmen von ELSTA die deutsche Normungsstrategie Elektromobilität weiterentwickelt, Standardisierungsprojekte initiiert und umgesetzt, normungsbegleitende Maßnahmen durchgeführt sowie das Wissen über und die Akzeptanz von Standardisierung im Bereich der Elektromobilität erhöht werden.

Im Rahmen von Arbeitspaket 2 in ELSTA werden aufbauend auf den Erkenntnissen aus aktuellen Entwicklungen relevante Normungs- und Standardisierungsprojekte vorhabenbegleitend zur Arbeit in den Normungsgremien identifiziert sowie initiiert.

Dabei liegen die Schwerpunkte in 2021 auf folgenden Themen:

  • Intelligentes Lastmanagement (UAP 2.1): Es soll ein Standardisierungsprojekt bezüglich der Definition von Schnittstellen für Ladepunkte zur Anbindung an ein lokales Leistungs- oder Energiemanagement initiiert und umgesetzt werden.
  • Bidirektionaler Energiefluss (UAP 2.2): Um die für das Laden von Elektrofahrzeugen relevanten Normen um den Aspekt der Rückspeisung zu erweitern, soll ein Arbeitspapier erstellt werden, das die hierfür erforderlichen normativen Anforderungen im Hinblick auf relevante Normungsgruppen sowie relevante Use Cases erarbeitet.
  • Laden mit hohen Ladeleistungen (UAP 2.3): Es soll ein Arbeitspapier bezüglich des Ladens mit Elektrofahrzeugen mit hohen Ladeleistungen erstellt werden. Daneben wird eine aktuelle Version des „Technische Leitfaden Ladeinfrastruktur Elektromobilität” der Projektgruppe DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE FNN erarbeitet, um diesen an den rapiden technologischen Fortschritt und die aktuellen Weiterentwicklungen anzupassen.
  • Induktives Laden (UAP 2.4): Um die Grundlagen für zukünftige Standardisierungsarbeiten im Bereich des induktiven Ladens zu legen, soll ein Arbeitspapier hierzu erstellt werden.
  • Schwere Nutzfahrzeuge (UAP 2.5): Im Rahmen der strategischen Partnerschaft von VDE DKE und VDA I NA Automobil wird ein Standardisierungsprojekt zum Schnelladen (HPC) von schweren elektrischen Nutzfahrzeugen basierend auf dem Combined Charging System (CCS) gestartet. Aktuell werden in den zuständigen Gremien DKE/GAK 353.106 „Schwere elektrische Nutzfahrzeuge“, DKE/GAK 542.4.3 „DC-Steckvorrichtung zur leitungsgebundenen Netzanbindung von Fahrzeugen“ sowie DIN NA 052-00-37-57 „HPC Nutzfahrzeuge“ unter anderem spezifische EMV-Anforderungen hinsichtlich erhöhter Ladeleistungen insbesondere im Hinblick auf die Kommunikations-Störbeeinflussung erarbeitet.
  • Traktionsbatterien (UAP 2.6): Hierbei soll eine Studie zum Produktlebenszyklus von u.a. Elektrofahrzeugen erarbeitet und veröffentlicht werden. Die VDE-Studie „Antriebsportfolio der Zukunft. Ein Meinungsführer/-innen Report von Politik und Wirtschaft“ bringt erstmals die Sichtweisen von Mobilitäts-Expertinnen und -Experten aus Politik und Wirtschaft zusammen und formuliert gemeinsame Handlungsempfehlungen für die Erreichung der Klimaziele. Basierend hierauf soll ein Standardisierungsprojekt bezüglich des Recyclings von Traktionsbatterien und deren “Second Life” Nutzung umgesetzt werden.

Wollen Sie mehr über eines der Themen erfahren oder sich beteiligen? Dann melden Sie sich unter elsta@din.de.

Ihr Ansprechpartner

Corinna Scheu I DIN

Telefon: +49 30 2601-2325
E-Mail: corinna.scheu@din.de